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BÜRGERSTIFTUNG
GUTSPARK NEUKLADOW

Sonntag, 01.11.2015, 14:00 Uhr


Vortrag von Dr. Miriam-Esther Owesle

„Selig, wie die Sonne meines Glückes lacht ..." – Richard Wagner und Johannes Guthmann

„Alles, was Dichtung, Theater, Musik hieß, hatte für mich von jeher einen geheimnisvollen Reiz gehabt", schreibt der Kunsthistoriker, Schriftsteller und Sammler Johannes Guthmann (1876-1956) in seinen Lebenserinnerungen. Dabei galten ihm Kunst und Kultur nicht lediglich als schmückende Dekoration. Zeit seines Lebens waren ihm Literatur und Musik, Theater und Bildende Kunst sinnstiftende Konstanten, die ihm halfen, den Widrigkeiten einer Lebenswelt zu trotzen, die in einem epochalen Wandel begriffen war.

Dass er im Inflationsjahr 1919 den Spielbetrieb im Neu-Cladower Naturtheater mit einem Stück aus der ästhetizistischen Schaffensperiode Hugo von Hofmannsthals wieder aufnahm und diesem dabei lebensbewahrende Funktion wider die allgemeine Hoffnungs- und Glaubenslosigkeit der Zeit zugestand, wirft ein Licht auf das Kunstverständnis Johannes Guthmanns: Kultur war für ihn ein Medium der Selbstvergewisserung – nicht nur in unsicherer Zeit.

Jenen Künstlern, die ihm als besonders probates „Lebensmittel" erschienen, wollen wir uns 2015 im Neu-Cladower Salon in einer Vortragsreihe widmen:

Goethe und Wagner an der Havel – Johannes Guthmann und die Kunst.