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BÜRGERSTIFTUNG
GUTSPARK NEUKLADOW

Kladower Salon

Unter Dr. Johannes Guthmann und seinem Freund Joachim Zimmermann wurde das Gut Neukladow zu einem Treffpunkt der Berliner Gesellschaft und Künstler. Die reizvolle Lage auf dem exponierten Plateau, die Fernsichten über die Havel, das Spiel des Lichts im Zuge der Jahreszeiten übten einen ganz besonderen Reiz aus.

Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft trafen sich in der Tradition des Salongedankens zu den "Kladower Abenden". Namen wie Conrad Ansorge, Hans Beggerow, Sarah Bernardt, Paul Cassirer, Felix Deutsch, Lucie Höflich, Gerhard Hauptmann, Georg Kolbe, Max Liebermann, Walther Rathenau und Max Reinhardt stehen für die besondere kulturhistorische Bedeutung Neukladows.

Die persönliche Verbundenheit von Max Slevogt, Alfred Grenander und August Gaul zu Neu-Kladow bewirkte, dass sie dem Ort durch Ausstattung mit eigenen Werken seine Unverwechselbarkeit gaben. Alfred Grenander, der Architekt aus Schweden, gestaltete die Innenräume und verstand es "jedem Material ... einen geheimen Reiz abzugewinnen" (1), August Gaul, der Bildhauer, der "selbst, im einzelnen bis auf den Zentimeter genau sein Werk in die freie Natur stellte ..." (1) und Max Slevogt, der den Gartenpavillon u. a. mit Motiven aus der Zauberflöte ausmalte. Viel später äußerte Guthmann sich in seinem literarischen Nachlass: "Neu-Cladow hatte den Zauber, den es ausgeübt, zum großen Teile seinen Gästen zu danken“ (1).

Die Fresken Max Slevogts machte er mit seinem Auszug aus Neukladow der Nationalgalerie zum Geschenk. Sie fanden ihren Platz im Berliner Kronprinzenpalais und fielen 1945 dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Der Eselreiter August Gauls gelangte über seine vorübergehende Aufstellung im Koeltzepark in das Foyer des Spandauer Rathauses.

Seit 2006 werden Gebäude und Park wieder für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die Kulturpark GmbH knüpft mit Ausstellungen, Workshops, Lesungen und Festivals an die Tradition zu Beginn des 20. Jahrhunderts an. 

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